Einkaufsbummel oder Onlineshopping

2020-03-13 09:10 von Stefan Geukes

Bequem auf dem Sofa im Onlineshop oder lieber beim Einkaufsbummel durch die Geschäfte?

 

Eine Einschätzung des Kaufverhaltens der deutschen Verbraucher zwischen 18 und 65 Jahren und wie sie am liebsten Bekleidung kaufen. Auszüge aus einer Studie von Comarch und Kantar TNS.

 

Ein Thema ist, die zukünftige Entwicklung des Einkaufsverhaltens beim Mode-Shopping.

 

Zwei Drittel der Deutschen kaufen ihre Kleidung üblicherweise im Laden, ein Drittel im Internet.

 

Das Erlebnis, an Kleiderständern und Regalen entlang zu spazieren und die Passform zu testen, kann das Internet nicht. Auch wenn die Animationen im virtuellen Raum es vortäuschen.

 

Betrachtet man die Käufer, die im Laden kaufen, ohne vorher im Internet gesucht zu haben, sind es nur noch 44 Prozent. Sie bilden immer noch die größte Gruppe an Konsumenten, doch das ändert sich.

 

Immerhin 20 Prozent kaufen im Laden, haben aber vorher online zu ihrem Einkauf recherchiert, etwa Produkte gesucht, Preise verglichen und mehr. Sie sind deshalb gut vorinformiert und wissen was sie wollen. Das erschwert die Beratung im Geschäft. VerkäuferInnen geraten dabei an ihre Grenzen und brauchen Fingerspitzengefühl und eine gute Gesprächsführungsstrategie. Dazu gehört ein aufmerksames hinhören und hinterfragen. Das ermöglicht eine gute Beratung, die die Wünsche des Kunden berücksichtig und darauf eingeht. Machen sie das nicht, verlieren sie auf Dauer weitere Kunden und Interessenten.

 

Neun Prozent wählen den umgekehrten Weg und gehen erst in den Laden, um sich umzusehen, kaufen dann aber online ein. Und deshalb ist es so wichtig, das der stationäre Fachhandel auch online sichtbar wird und in der Spitze auch die Bestellung und Lieferung des eigenen Sortiments ermöglicht.

 

Und schließlich vertrauen 27 Prozent ganz auf das Internet und lassen sich ihre Kleidung nach Hause schicken. Dieser Anteil wird zunehmen.

 

Sind Digital Natives gar nicht so digital?

Wie sieht die zukünftige Entwicklung aus? Hier wird gleich ein Vorurteil der jungen Digital Natives widerlegt, die als besonders internetaffin gelten. Die Anzahl der Onlinekäufer bei den 18- bis 24-Jährigen ist mit 33 Prozent, verglichen mit der Gesamtzahl der Befragten am Niedrigsten und die Zahl der Stationär-Käufer mit 67 Prozent am Höchsten, verglichen im Durchschnitt aller Altersgruppen.

 

An dieser Stelle ist der Einzelhandel gefragt, damit gerade junge Kunden in den Laden kommen und dort kaufen. Das funktioniert nur mit einem Upgrade des stationären Handels, der sowohl stationäres Shopping - als auch Onlineshopping bietet. Digitale Werbegemeinschaften können diese Aufgabe lösen, indem sie sich regional verbünden und einen gemeinsamen, regionalen Onlineshop betreiben. Somit lassen sich die Ansprüche der Kunden auch kanalübergreifend erfüllen. Das ermöglicht einen MehrWert für Kunden und führt damit zum Einkauf.

 

Der Onlinemarkt wird also wachsen. Vergleicht man die heutige Zahl der Stationär-Käufer von 63 Prozent mit den 36 Prozent Onlinekäufern von Bekleidung, pendelt sich das Verhältnis in den nächsten fünf Jahren auf 50 zu 50 ein. Die Bekleidungsgeschäfte werden also keineswegs sterben, nur digitaler werden.

 

Quelle: Comarch Software und Beratung AG

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